Berlin, 18. Dezember 2025

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AUSGABE 103

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Liebe FÖS-Mitglieder, Partner und Unterstützer*innen,


mit den Weihnachtsfeiertagen kurz vor der Tür möchten wir Sie dazu einladen, gemeinsam mit uns kurz innezuhalten, auf die Ereignisse des letzten Jahres zurückzublicken und zugleich Zuversicht und Tatendrang für das kommende Jahr zu schöpfen. 


2025 war ein ereignisreiches Jahr für den Umwelt- und Klimaschutz: Die vorgezogenen Bundestagswahlen haben sowohl in Deutschland als auch auf der EU-Ebene viele Prozesse in Bewegung gebracht.
Mit dem Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaschutz hat die neue Bundesregierung einen wichtigen Schritt getan: Erstmals stehen erhebliche zusätzliche Kreditmittel zur Verfügung, um den langjährigen Sanierungsstau bei der Infrastruktur anzugehen und starke Investitionssignale für Klimaschutz zu ermöglichen – eine wichtige Chance, Deutschland zukunftsfest aufzustellen.


Leider setzt die Bundesregierung mit diesen neu gewonnenen finanziellen Handlungsspielräumen bislang falsche Schwerpunkte. Statt dringend notwendiger Investitionen in Brückensanierung und den Ausbau der Schiene fließen weiterhin erhebliche Mittel in den Straßenneubau, Teile des Sondervermögens werden für konsumtive Ausgaben und klimaschädliche Steuergeschenke genutzt, während gleichzeitig die klimaschädlichen Subventionen in zweistelliger Milliardenhöhe weiter bestehen und sogar ausgeweitet werden!


Das Sondervermögen kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass massive Haushaltslücken bevorstehen: Das Bundesfinanzministerium prognostiziert jährliche Finanzierungslücken von 34–74 Milliarden Euro von 2027 bis 2029, während für Klimaneutralität bis 2045 eigentlich zusätzliche Investitionen von bis 35-85 Milliarden Euro pro Jahr nötig sind.

Deutschland steht damit vor einer doppelten Herausforderung: Es muss gleichzeitig deutlich mehr investieren und tragfähige Wege finden, einen langfristig tragfähigen Haushalt aufzustellen.


In dieser Situation entscheidet gute Finanzpolitik darüber, ob der Klimaschutz in der erforderlichen Geschwindigkeit gelingt oder scheitert. Dafür haben wir uns dieses Jahr in unserer Arbeit eingesetzt und viele Impulse für finanzpolitisch tragfähige Wege in eine lebenswerte Zukunft formuliert.

Mit Ihrer Hilfe bringen wir den Klimaschutz gemeinsam nach vorne 

Gemeinsam haben wir 2025 viel erreicht – und mit Ihrer Unterstützung können wir diese Arbeit wirkungsvoll fortsetzen.


Wenn Sie diese Arbeit stärken möchten, freuen wir uns über eine einmalige Spende oder eine dauerhafte Fördermitgliedschaft – auch eine schöne Idee für ein Weihnachtsgeschenk.

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Unsere Highlights des Jahres möchten wir nun mit Ihnen teilen:

  • Transformation finanzieren: Bedarfe, Hemmnisse und Instrumente
  • Zielgenau und wirksam: Die sieben Regeln fürs Geld ausgeben - Wie gestalten wir eine gute Ausgaben- und Subventionspolitik für den Klimaschutz?
  • Klima-Finanzpolitik in den Wahlprogrammen 2025
  • E-Mobilität auf Erfolgskurs bringen Instrumente für eine sozial gerechte Antriebswende
  • Wirtschaftliche Vorteile der erneuerbaren Energien und die
    Folgen eines langsameren Ausbaus
  • Zukunftsfähiges Stromsystem: Energiewendemonitoring und
    10-Punkte-Plan im Vergleich
  • Die versteckten Kosten der Ernährung - Was kostet uns unsere Ernährung – für Gesundheit und Umwelt?

Wir wünschen ein gute und informative Lektüre und freuen uns auf eine tolle Zusammenarbeit auch im nächsten Jahr.


Vielen Dank für Ihre Unterstützung!  

 

Herzliche Grüße

Ihr FÖS-Team

Berlin, 09.2025

Transformation finanzieren: Bedarfe, Hemmnisse und Instrumente

Deutschlands Weg zur Klimaneutralität wird gebremst durch zu geringe öffentliche und private Investitionen in Klimaschutz und den technologischen Wandel. Diese Studie zeigt, wo die Bedarfe liegen, welche Hindernisse Klimaschutzinvestitionen bremsen, warum transformativer Wandel nicht linear ist und wie öffentliche Klimaschutzinvestitionen aus dem KTF & SVIK gestaltet werden sollten.

Zur Studie

Berlin, 09.2025

Zielgenau und wirksam: Die sieben Regeln fürs Geld ausgeben - Wie gestalten wir eine gute Ausgaben- und Subventionspolitik für den Klimaschutz?

Staatliche Mittel für Klimaschutz müssen angesichts knapper Mittel und des großen Zeitdrucks möglichst wirksam und zielgenau eingesetzt werden. Dafür braucht es ein Leitbild von „guter Subventionspolitik“, die sich an bestimmten „Regeln fürs Geld ausgeben“ orientiert. Dieser Policy Brief gibt einen Überblick über die sieben Regeln fürs Geld ausgeben und zeigt, inwiefern sie aktuell noch nicht ausreichend umgesetzt sind.

Zum Policy Brief

Berlin, 02.2025

Klima-Finanzpolitik in den Wahlprogrammen 2025

Dieser Policy Brief untersucht, wie die Parteien zur Bundestagswahl 2025 die Finanzierung der sozial-ökologischen Transformation in ihren Wahlprogrammen verankern. Dabei zeigt sich, dass zwar die Notwendigkeit langfristiger Finanzierungsstrategien anerkannt wird, jedoch klare Konzepte zur Umsetzung und Gegenfinanzierung fehlen. 

Zum Policy Brief

 
Berlin, 05.2025

E-Mobilität auf Erfolgskurs bringen - Instrumente für eine sozial gerechte Antriebswende

Bis 2030 sollen 15 Mio. E-Autos auf deutschen Straßen fahren – realistisch sind laut Prognosen aber weniger als 9 Mio. Diese Studie analysiert zentrale Hemmnisse und bewertet acht konkrete Förderinstrumente. Sie zeigt: Mit gezielterer Förderung lässt sich der Hochlauf beschleunigen und zugleich soziale Gerechtigkeit stärken.

Zur Studie

Berlin, 02.2025

Wirtschaftliche Vorteile der erneuerbaren Energien und die
Folgen eines langsameren Ausbaus

Diese Kurzstudie im Auftrag von Greenpeace Energy zeigt, dass der Ausbau erneuerbarer Energien die Wirtschaft stärkt, Arbeitsplätze schafft und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen verringert. Bis 2030 könnten dadurch Investitionen von über 260 Milliarden Euro sowie wirtschaftliche Impulse von 70 Milliarden Euro entstehen und rund 500.000 Jobs gesichert werden. Ein verlangsamter Ausbau würde hingegen massive Investitionsverluste und den Wegfall zehntausender Arbeitsplätze zur Folge haben.

Zur Kurzstudie

Berlin, 09.2025

Zukunftsfähiges Stromsystem:
Energiewendemonitoring und
10-Punkte-Plan im Vergleich

Zeitgleich mit der Veröffentlichung des Energiewendemonitorings hat das Bundeswirtschaftsministerium (BMWE) einen 10-Punkte-Plan vorgelegt, welche Maßnahmen für ein zukunftsfähiges Stromsystem notwendig seien. Diese Kurzanalyse zeigt: der Plan der Bundesregierung greift in zentralen Punkten zu kurz und droht die Energiewende auszubremsen, statt sie zu beschleunigen.

Zur Kurzanalyse

Berlin, 04.2025

Die versteckten Kosten der Ernährung - Was kostet uns unsere Ernährung – für Gesundheit und Umwelt?

Das deutsche Agrar- und Ernährungssystem verursacht erhebliche Umwelt- , Gesellschafts- Gesundheitskosten, die nicht in den Marktpreisen berücksichtigt sind. Sie entstehen vor allem durch intensive Landwirtschaft, Fleisch- und Zuckerkonsum. Um diese externen Kosten zu senken, braucht es einen tiefgreifenden Wandel des Ernährungssystems.

Zur Studie
FÖS in den Medien - Highlights 2025

Wir freuen uns, dass unsere Arbeit auch 2025 vielfach journalistisch aufgegriffen wurde. Medienschaffende bei Radio, Fernsehen, Podcasts und Fachmedien griffen unsere Inhalte und Analysen auf und brachten sie sowohl dem Fachpublikum als auch der breiten Öffentlichkeit näher. Hören und schauen Sie gerne rein:


Bei Deutschlandfunk Nova erläuterte Dr. Beate Richter, welche milliardenschweren gesellschaftlichen Folgekosten durch ungesunde Ernährung entstehen und warum faire Preise sowie bessere politische Rahmenbedingungen dringend nötig sind. Auch Sat.1 berichtete über unsere Analyse zu den externen Kosten unseres Ernährungssystems.


Bei ARD Plusminus erklärte Carolin Schenuit, welche grundsätzliche Bedeutung Smart Meter und flexible Stromtarife für die Wärmewende haben und wie Haushalte dadurch effizienter Energie nutzen können.


Im Tagesspiegel Background ordneten Matthias Runkel und Carolin Schenuit in ihrem gemeinsamen Standpunkt die steuerlichen Maßnahmen der Bundesregierung für den Markthochlauf der Elektromobilität mit Blick auf ihre Wirksamkeit für den Klimaschutz im Verkehr ein. 


Im Interview mit der Deutschen Welle analysierte Swantje Fiedler, welche Fehlanreize durch einen zu niedrig angesetzten Industriestrompreis entstehen und warum dies klimafreundliche Investitionen ausbremsen könnte.


In einer weiteren Folge von ARD Plusminus sprach Carolin Schenuit darüber, wie Verbraucher*innen bei steigenden Kosten durch den ETS 2 entlastet werden können und welche sozial ausgewogenen Lösungen hierfür notwendig sind.


Im Podcast Transfer Talks erläuterte Holger Bär, wie eine Finanzpolitik gestaltet sein muss, die die Interessen junger Menschen stärker berücksichtigt und langfristig tragfähig bleibt.


Bei WDR Quarks erklärte Matthias Runkel, wo E-Fuels sinnvoll eingesetzt werden können, welche Grenzen ihre Nutzung hat und warum ihr Einsatz nur in ausgewählten Bereichen effizient ist.


Weitere Interviews und Gastbeiträge finden Sie bei FÖS in den Medien.

FÖS in den Medien
 

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GESCHÄFTSFÜHRENDE VORSTÄNDIN

Carolin Schenuit

 

AUFSICHTSRAT

Kai Schlegelmilch (Vorsitzender), Prof. Dr. Anabel Ternés von Hattburg, Andreas Burger, Tilman Eichstädt, Edgar Endrukaitis, Charlotte Kroher, Peter Ugolini-Schmidt

 

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+49 (0)30 762 399 1-30
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Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft

(FÖS) e.V.

Invalidenstraße 34, 10115 Berlin

Gemeinnützig zur Förderung von Wissenschaft und Forschung, Umweltschutz einschließlich des Klimaschutzes laut Finanzamt für Körperschaften I, Berlin vom 21.10.2022, Steuernummer 27/640/58099